Ein Thriller mit Happy End :)!

Als wir unmittelbar vor Weihnachten unsere Bauunterlagen bekamen, haben wir uns vorgenommen alle Nachbarn nach den Feiertagen anzurufen. Der Plan war dann, alle Unterschriften diese Woche zu bekommen, vorzugsweise so, dass wir es noch im alten Jahr hätten abgeben können.
Leider war es uns nur möglich, von 2 der 3 Nachbarn eine Telefonnummer zu finden. Also war es mein Job diese 2 anzurufen. Nachbar Nr. 3 erhielt einen Brief von uns, mit allen Kontaktmöglichkeiten für eine möglichst schnelle Rückantwort. Sonntag Abend bekam mein Mann eine Email mit einem Terminvorschlag für Montag Nachmittag und der Rufnummer, die er aber keinesfalls an eine Dritte Person weitergeben solle. Schade, genau das wollten wir natürlich schon immer mal machen, eine Rufnummer von uns fremden Menschen weiterleiten an... ähm... ja.. keine Ahnung. Vllt ans nächste schwarze Brett klemmen?!
Allerdings, wollte er auch noch vorab Ansichten vom Abstand unseres Hauses zur Grundstücksgrenze sehen. Ok, wir schickten also per Mail eine Foto-Ansicht und freuten uns auf Montag und unsere Unterschrift.
Der Montag kam und wir lernten zunächst am Vormittag unsere ersten Nachbarn kennen, wir hatten einen sehr guten Eindruck und sind uns sicher, dass wir mit den Nachbarn gut auskommen werden :)! Unsere Kleine war begeistert von der Katze, nachdem man sich nett unterhielt über das Dorf, die Sonnenlage der Grundstücke,... und die Illustrationen des Hauses begutachtet hatte, wurde alles unterschrieben und wir verabschiedeten uns wieder!
Danach fuhren wir einkaufen und als wir gerade ins zweite Geschäft gehen wollten, klingelte das Telefon. "Anonym" war dran, normalerweise gehen wir da nicht  einmal dran, aber man hat ja Vorahnungen! Und ja, unser Nachmittags-Termin wurde gecancelt. Das Gespräch hörte sich von aussen (hörte ja nur meinen Mann reden) recht wirr an. Jedenfalls wusste mein Mann garnicht, wie ihm geschah.
Irgendwann drückte er mir das Telefon in die Hand. Während ich das Telefon entgegen nahm hörte ich schon wie am anderen Ende ohne Punkt und Komma geredet wurde *gg* und ich entgegnete nur kurz "hallo, mein Mann bat mich mit Ihnen zu reden"... ein kurzer Stop, Luft holen und schon wurde mir wild alles erklärt. Ja, ok, hatte alles verstanden, schicke ich, mache ich, ist ok... Und ganz wichtig: JA JA... !!!
Zuhause angekommen erreichte ich dann endlich telefonisch den letzten Nachbarn und der hatte auch sofort Zeit für uns, wie schön. Ich machte mit ihm 15 Uhr aus, so hatten wir noch kurz Zeit für ein Frühstück.
Auch hier das selbe, ein angenehmes Kennenlernen und ein wenig unterhalten. Sogar einen Mini-Bagger bot man uns bei Bedarf an, wie nett :)! Allerdings werden wir sonst wohl eher selten miteinander zu tun haben, da dieser Nachbar Besitzer des Ackers ist und dieser verpachtet wird. Trotzdem ist es schön, wenn man sich versteht!

Abends schrieb ich dann meinen Brief und sichtete die Bilder vom Plan, ich habe dann die passenden Ansichten sorgfältig ausgewählt ;) und zugeschickt mit den verschiedenen Maßangaben, die im Plan enthalten sind.

Danach haben wir erst einmal nichts gehört und da wir nichts gehört haben, hat mein Mann dann einfach eine Uhrzeit geschickt, zu der wir kommen wollen. Als wir in der Nacht zu Mittwoch ins Bett gingen (und wir gehen recht spät) kam dann eine Mail an und der Termin wurde doch noch bestätigt.
Also fuhren wir nach den Silvester Einkäufen los und hofften auf unsere Unterschrift. Zum Haupteingang ging es in den 1 Stock und eine steile Treppe musste dazu "erklommen" werden. Ich nahm die Kleine an die Hand und wir marschierten los. Nun ja, die Stufen waren hoch, die Treppe recht lang, gefühlt waren wir ewig unterwegs. Mein Mann trug die Unterlagen und unser Mitbringsel (Ferrero die Besten + eine Flasche Fürst Metternich liebevoll verpackt). Als sie das Geschenk erblickten, schoss es aus beiden raus, das sie das nicht annehmen können / wollen und wir es wieder mitnehmen sollen...
Rein kommen sollten wir nicht, sonst müssten wir ja für die kurze Zeit extra die Schuhe ausziehen, also blieben wir im Freien stehen. Während sie ohne weitere Nachfragen tatsächlich unterschrieben *yeaaahhhhh*, meinte er noch, dass er so ein Grundstück ohne Bauzwang ja nie verkaufen würde und freute sich, dass er seit dem Kauf eine 80% Wertsteigerung hätte..
Dann tippelten wir die Treppe wieder runter, verdrehten dabei ordentlich die Augen und waren froh, dass dieses Grundstück wohl sobald nicht bebaut wird und unser Nachbar selbiges nur proforma sein wird.

Nun ja, ist nun alles vergessen, wir haben unsere Unterschriften zusammen und sind somit üüüüüberglücklich! Morgen bringen wir die Unterlagen dann zur Gemeinde und hoffen auf eine gaaanz rasche Bearbeitung :D!





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